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Deutsche Bank in Las Vegas unter Wasser

Nov 18th, 2009, Quelle

In der Glücksspielmetropole Las Vegas läuft es derzeit für die Deutsche Bank gar nicht gut. Das Institut kämpft nicht nur mit dem bisher teuersten Immobiliendebakel in der Geschichte der Wüstenstadt. In die halbfertige Anlage dringt nun auch noch Wasser ein, nachdem eine grundwasserführende Schicht versehentlich angebohrt wurde.



LAS VEGAS. Angefangen hat das Debakel, als der Immobilienentwickler Ian Bruce Eichner im vergangenen Jahr pleiteging. Die Bank hatte an Eichners Cosmopolitan Resort & Casino einen Kredit von 760 Mio. Dollar vergeben und ist seit dessen Zwangsenteignung Besitzerin des Komplexes. Bereits vor Ausbruch der Immobilienkrise hatte es bei dem Projekt zahlreiche Verzögerungen gegeben, die eine Flut von Rechtsstreitigkeiten mit Wohnungskäufern nach sich zog.

Die Frankfurter beauftragten in der Folge den Immobilienentwickler Related Cos., der auch das Time Warner Center in Manhattan errichtet hat. Related überwacht den Baufortschritt auf dem mehr als 30 Hektar großen Gelände, wo zwei Blöcke mit Hotels und Wohnungen, Einkaufs- und Freizeitanlagen sowie ein Spielkasino zu etwa 70 Prozent fertig gestellt sind. Der Zeitplan ist bereits mehr als zwei Jahre überschritten, das Budget um zwei Mrd. Dollar überzogen.

Stephen Wynn, Vorsitzender von Wynn Resorts, nannte in einem Telefonat mit Analysten im Oktober den Ausflug der Deutschen Bank in die Welt des amerikanischen Glücksspiels ein "bevorstehendes Desaster". Der Milliardär betreibt derzeit zwei Hotelkomplexe in Las Vegas, das Wynn und das Encore.

Mit Engagement bei der Sache

Für die Deutsche Bank steht in Las Vegas nicht nur bei Cosmopolitan Geld auf dem Spiel. Auch beim Projekt Fontainebleau, bei dem die Bank einer der Kreditgeber ist, ruhen die Arbeiten seit Juni. Der insolvente Casinobetreiber Station Casinos ist ebenfalls Gläubiger der Bank.

Bisher hat die Deutsche Bank für Cosmopolitan 500 Mio. Euro abgeschrieben. Dirk Becker, Analyst bei Kepler Capital Markets in Frankfurt, rechnet damit, dass die Summe weiter steigen könnte, sollte sich der Immobilienmarkt in Las Vegas nicht erholen. "Die Deutsche Bank stand vor einer schwierigen Entscheidung: ein unfertiges Projekt verkaufen oder das Casino selber bauen. Die Bank wollte vermutlich nie selber das Casino in Las Vegas errichten, aber ein Verkauf nach dem Immobiliencrash hätte zu höheren Verlusten geführt", so der Analyst.

Deutsche-Bank-Sprecher John Gallagher in New York sagte, im Fall Cosmopolitan habe man sich entschlossen, das Projekt zu vollenden. Zu langfristigen Plänen könne er nicht Stellung beziehen. Die Bank sei weiterhin mit Engagement dabei, eine Hotelanlage der Spitzenklasse und ein Casino zu errichten. Dafür haben mehrere Beschäftigte der Bank vorsorglich bei der staatlichen Kommission für Glücksspiel im Bundesstaat Nevada eine Kasinolizenz beantragt.

Im September 2010 soll Cosmopolitan seine Pforten öffnen. Doch bis dahin muss das Problem mit dem Grundwasser gelöst werden: Mit dem Wasser war in der Vergangenheit ein Golfplatz bewässert worden, der aber nicht mehr existiert. Bei Projekten in Las Vegas seien in Parkhäusern oder anderen unterirdischen Teilen der Anlage Pumpsysteme üblich, so der Sprecher der Deutschen Bank.


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spielen casino (24.11.2009 03:43:30, [Mail], [Page]):
dass eine gute Information ist. gute Arbeit geleistet

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